Wirtschaft
Erste Biotech-Firma erhält Geld aus High-Tech Gründerfonds
Das erste Biotechnologie-Unternehmen hat eine Förderung im Rahmen des High-Tech Gründerfonds bekommen. Gemeinsam mit einem branchenerfahrenen Business-Angel kam im Januar eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 600.000 Euro für die c-LEcta GmbH zustande. Das Unternehmen aus Leipzig arbeitet im Bereich der Weißen Biotechnologie und ist auf die Identifikation, Optimierung und Produktion von Enzymen sowie enzymbasierter Prozesse spezialisiert.
Die c-LEcta-GmbH ist im April 2004 als Ausgründung aus dem Biotechnologisch-Biomedizinischem Zentrum (BBZ) der Universität Leipzig entstanden und optimiert mit Hilfe der Gentechnik bekannte Enzyme zu Produkten mit breiter Anwendung für den Einsatz als Katalysatoren. Diese reicht von der Nutzung der Bio-Moleküle als Werkzeuge der Gentechnik bis zu deren Einsatz in Waschmitteln im Haushalt oder als Biokatalysatoren in der chemischen Industrie. Da natürlich entwickelte Enzyme nur selten genau die passenden Eigenschaften für eine wirtschaftliche Anwendung besitzen, müssen sie verändert und somit entsprechend optimiert werden. Mit den Mitteln des High-Tech-Gründerfonds will das Unternehmen seine Technologie-Entwicklung fortführen und vor allem in die Vermarktung investieren. Als einen der attraktivsten Wachstumsmärkte gilt der Bereich der Chemischen Industrie.
262 Millionen Euro für junge Technologieunternehmen
Der High-Tech Gründerfonds ist aus der Initiative „Partner für Innovation“ entstanden und verfügt über ein Fondsvolumen von rund 262 Millionen Euro für die nächsten fünf Jahre. Zu den Investoren dieses Public-Private-Partnerships zählen das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, die KfW Bankengruppe und die drei Industriekonzerne BASF, Deutsche Telekom und Siemens. Der gemeinsame Fonds stellt Risikokapital für junge, chancenreiche Technologieunternehmen zur Verfügung, die vielversprechende Forschungsergebnisse unternehmerisch umsetzen. Mit Hilfe einer Seedfinanzierung von bis zu 500.000 Euro sollen die Start-ups das F&E-Vorhaben bis zur Bereitstellung eines Prototypen bzw. eines „proof of concept“ oder zur Markteinführung führen. Die Gründer müssen zudem zu 20 % selbst investieren und einen weiteren, dritten Geldgeber überzeugen.
