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Förderung

Ernährungsforschung: Mit Innovationen gegen Krankheiten

27.01.2009
Erbliche Veranlagungen können eine ernährungsbedingte Fettleibigkeit verstärken
Quelle: Sciq

Ob Diabetes, Atherosklerose oder Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems – eine Vielzahl von Krankheiten werden inzwischen mit der Ernährung beziehungsweise mit Ernährungsgewohnheiten in Zusammenhang gebracht. Diese haben sich in den vergangenen Jahren enorm verändert und tragen letztlich  auch dazu bei, dass  es immer mehr und immer jüngere Patienten gibt, die am Risikofaktor Übergewicht leiden. Eine neue Förderinitiative des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) will Forschungsprojekte im Ernährungssektor anstoßen, die dieser  Entwicklung entgegentreten.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hatte bereits vor einem Jahr die Initiative „Ernährungsforschung – für ein gesundes Leben“ gestartet, um die biomedizinische Ernährungsforschung gezielt zu unterstützen. In einer ersten Ausschreibung ging es dabei zunächst um allgemeine Erkenntnisse im Zusammenspiel zwischen der genetischen Ausstattung des Menschen und seiner Ernährung. In der nun veröffentlichten Ausschreibung „Innovationen und neue Ideen für den Ernährungssektor“ stehen indes eher anwendungsorientierte Forschungsprojekte im Fokus.

So sind Projekte gefragt, die sich u.a. mit folgenden Themen beschäftigen:

  •  komplexe biologische Systeme, die die Ernährung des Menschen beeinflussen (z.B. kognitive, sensorische, neuroendokrine, gastrointestinale) und ihr Beitrag zur Verbesserung der Ernährungssituation
  • psychologische Faktoren und ihr Beitrag zur Verbesserung des Ernährungsverhaltens der Menschen
  • genetische Variabilität des Menschen und ihr Beitrag zur Ausarbeitung einer erfolgreichen Ernährungsintervention
  • Produktionsweise von Nahrungsmitteln und ihr Beitrag zur Verbesserung der Ernährungssituation
  • Pilotvorhaben zur Umsetzung von Erkenntnissen zur situationsbedingten Ernährung in modernne Nahrungsmitteln
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Dossier: Gene und Gewicht

Die Ausschreibung ist in zwei Bausteine unterteilt:

1) Grundlagen und Anwendung

Bewerben können sich sowohl Einzelprojekte als auch Verbundvorhaben. Konsortien mit industrieller Beteiligung sind besonders erwünscht, ebenso wie multidisziplinäre Kooperationen.


2) Nachwuchswettbewerb

Bewerben können sich Nachwuchsforscher, die ein langfristig angesetztes Vorhaben mit neuen Ansätzen in der Ernährungsforschung an einer deutschen Hochschuleinrichtung verfolgen. Die Auswahl der besten Ideen erfolgt in einem Wettbewerb. 

In einer ersten Stufe müssen Projektskizzen für beide Bausteine bis spätestens 22. April beim Projektträger Jülich (PtJ) eingereicht werden. Mehr Informationen zum Bewerbungsverfahren finden Sie in der offiziellen Bekanntmachung: hier klicken

Ansprechpartner beim PtJ: Dr. Henrike Boermans (Email: h.boermans@fz-juelich.de)

 

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