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Fördermöglichkeiten
Nationale Förderung
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Das BMBF stellt von den Bundesministerien die meisten Mittel für Wissenschaft und Forschung bereit, im Jahr 2008 rund 7,6 Mrd. € von insgesamt 13,4 Mrd. €. Zum einen stellt der Bund zusammen mit den Ländern die Grundfinanzierung der großen deutschen Forschungsorganisationen sicher, zu denen die Max-Planck-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft, die Leibniz-Gemeinschaft und die Fraunhofer-Gesellschaft gehören. Zum anderen haben das BMBF und andere Ministerien zu wirtschaftlich und gesellschaftlichen relevanten Themen gezielte Forschungsförderprogramme aufgelegt, darunter auch für die Biotechnologie. Die Förderprogramme haben in der Regel eine Laufzeit von mehreren Jahren und geben den strategischen Rahmen für eine Vielzahl konkreter Förderbekanntmachungen, mit denen Antragsteller zur Einreichung von Projektvorschlägen aufgerufen werden. In den Förderbekanntmachungen ist jeweils konkret festgelegt, wer zur Antragstellung berechtigt ist, was Ziel und Gegenstand der Förderung ist und wie das Antragsverfahren abläuft. Gefördert werden zumeist anwendungsorientierte Forschungsvorhaben mit Partnern aus Forschungseinrichtungen und Unternehmen, wobei Unternehmen in der Regel 50% ihrer Projektkosten selbst tragen müssen. Manchmal werden auch Netzwerkmanagement und andere strukturbildende Maßnahmen unterstützt.
Auf den Internetseiten des BMBF kann man sich über seine Förderprogramme und die jeweils aktuellen Förderbekanntmachungen informieren sowie den Förderkatalog mit allen geförderten Projekten abrufen.
FuE-Ausgaben des BMBF für die Projektförderung in der Biotechnologie
Jahr | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 (SOLL) |
FuE-Ausgaben in Mio. € |
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Die Biotechnologie gehört zu den 17 Innovationsfeldern der Hightech-Strategie, die von der Bundesregierung 2006 beschlossen wurde. Die Bundesregierung verfolgt dabei das Ziel, den Biotechnologie-Standort Deutschland europaweit nicht nur hinsichtlich der Zahl der Unternehmen, sondern auch der Umsatz- und Beschäftigtenzahlen an die Spitze zu führen. Die Fördermaßnahmen des "Rahmenprogramms Biotechnologie - Chancen nutzen und gestalten" richten sich dabei an den Gliedern der Innovationskette aus:
| Mehr zum Thema auf biotechnologie.de |
| Förderbeispiele: In dieser Rubrik stellen wir Ihnen aktuelle BMBF-Förderinitiativen sowie geförderte Projekte ausführlicher vor. Mehr Informationen |
Grundlagen: Genomforschung an Mensch, Tier, Pflanzen und Mikroorganismen; Proteomforschung; Systembiologie und Bioinformatik
Kommerzialisierung: GO-Bio; KMU-innovativ
Anwendung in der Medizin: Tissue Engineering; Regenerative Medizin
Anwendung in der Ernährungswirtschaft: Ernährungsforschung
Anwendung in der Industrie: Nachhaltige Bioproduktion; BioIndustrie2021
Anwendung in der Energiewirtschaft: BioEnergie2021
Strukturbildung: BioPharma-Wettbewerb; GMP-Infrastruktur; Agrarforschung
Begleit- und Vorsorgeforschung: Ethische, rechtliche und soziale Aspekte (ELSA) der modernen Lebenswissenschaften und der Biotechnologie; Biologische Sicherheitsforschung; Ersatzmethoden zum Tierversuch
Internationale Zusammenarbeit: ERA-NET PathoGenoMics, Eurotransbio, ERASysBio, E-Rare, PLANT-KBBE
Die Projektträger, die bei Forschungseinrichtungen und anderen Organisationen angesiedelt sind, unterstützen das BMBF sowie andere Bundes- und Länderministerien bei der Förderung von Forschungsprojekten. Zu den Aufgaben der Projektträger gehören die administrative und fachliche Betreuung geförderter Projekte sowie die Beratung von Antragstellern. Als Erstanlaufstelle steht Interessenten darüber hinaus die Förderberatung zur Verfügung, die über alle Förderangebote des BMBF und anderer Fördermittelgeber berät. Mit der Betreuung des Förderprogramms „Biotechnologie – Chancen nutzen und gestalten“ hat das BMBF den Projektträger Jülich (PtJ) beauftragt. Der Projektträger Jülich ist gleichzeitig auch die nationale Kontaktstelle für das Forschungsrahmenprogramm (FRP) der EU. Auf den Internetseiten des PtJ werden alle aktuellen Fördermöglichkeiten ausführlich vorgestellt. Dort finden sich auch alle Ansprechpartner zu den einzelnen Fördermaßnahmen, an die inhaltliche Fragen gerichtet werden können.