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Dossier

Neue Technologien zur Energiegewinnung

04.10.2007
Aus Pflanzenabfällen kann über thermo-chmische Konversionsverfahren Biodiesel gewonnen werden.
Quelle: Daimler-Chrysler

Nach dem prognostizierten Ende des Erdöl-Zeitalters noch in diesem Jahrhundert drängen fast täglich Meldungen über neue Ansätze alternativer Technologien zur Energiegewinnung an die Öffentlichkeit. Weltweit wird an der industriellen Umsetzung innovativer Konzepte zu erneuerbaren Energien gearbeitet, die eine Sicherung des weltweiten Energiebedarfs angesichts hoher Ölpreise, wachsender Energiebedürfnisse bei gleichzeitig sinkenden Reserven gewährleisten sowie eine Bremsung des Klimawandels beschleunigen soll. Die Biotechnologie ist dabei ein Weg, zur Entwicklung optimierter Verfahren der Gewinnung von Biokraftstoffen beizutragen.

Arbeitsmarkteffekte durch erneuerbare Energien

Deutschland gilt weltweit als attraktivster Unternehmerstandort für erneuerbare Energien (EE). Der Gesamtumsatz an EE in Deutschland betrug 2006 knapp 23 Millionen Euro. Eine Studie der IFEU von 2007 (siehe Download) ermittelte auch bei verhaltenen Annahmen zur künftigen Entwicklung des deutschen Exports von EE-Anlagen bis zum Jahre 2020 einen Anstieg der Beschäftigung in der erneuerbaren Energie-Branche von rund 214 000 (2006) auf gut 300 000. Ein Großteil dieser Arbeitsplätze entfällt dabei auf mittelständische Unternehmen, die sich vielfach in strukturschwachen Regionen ansiedeln. Größter Arbeitgeber mit aktuell rund 43% der Beschäftigten ist die Biomassebranche, gefolgt vom Bereich Windenergie mit 34%. Auf die Solarbranche entfallen 16% der Arbeitsplätze, im Bereich Wasserkraft sind gut 4% beschäftigt.

Lightbox-LinkDie Biomassebranche und die Windenergie zählen zu den größten Arbeitgebern im Bereich der ernerubaren Energien.Quelle: pixelquelle.de
Die Biomassenbranche und die Windenergie zählen in Deutschalnd zu den größten Arbeitgebern innerhalb der erneuerbaren Energien. Quelle: pixelquelle.de

Nach einer vom Bundesumweltministerium beauftragten Studie von 2006 (siehe Download) zeigen sich deutsche Unternehmen bei ihren Markterschließungsstrategien sehr unterschiedlich. Neben direkten Exporten sind auch Niederlassungsgründungen, Fusionen, Joint Ventures und Kooperationen gängige Praxis. Lediglich die Lizenzvergabe wird branchenübergreifend abgelehnt (ZSW 2006). Die Branche gilt als lukrativ, für das Jahr 2020 werden Absatzmärkte bis zu 30 Milliarden Euro pro Jahr für deutsche Unternehmen prognostiziert (IFEU, 2007). Bezogen auf die installierte Leistung erneuerbarer Stromproduktion (ohne große Wasserkraft) liegt Deutschland aufgrund seiner Windkraftanlagen weltweit an zweiter Stelle hinter China. Während Deutschland damit im Bereich der Windenergie führend ist, liegt es beim Biomasse-Einsatz (in PJ) hinter USA, Brasilien, den Philippinen, Schweden und Finnland.

 

Hintergrund

Umfangreiche Informationen zum Thema Biokraftstoff gibt es bei folgenden Organisationen:

Europäische Technologieplattform Biotreibstoffe: www.biofuelstp.eu
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR): www.fnr.de
Landwirtschaftliche Biokraftstoffe e.V.: www.lab-biokraftstoffe.de

Downloads

A Look Back at the US Department of Energy's Aquatic Species Program - Biodiesel from Algae

US Department of Energy's Office of Fuels Development, 1998 Download PDF (3,6 MB)

Enerneuerbare Energien: Innovationen für die Zukunft

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, April 2006 Download PDF (6,4 MB)

Erneuerbare Enegien kompakt: Ergebnisse systemanalytischer Studien

Institut für Energie- und Umweltforschung (IFEU) im Auftrag des BMU, Mai 2007 Download PDF (1,6 MB)

Kraftstoff, Strom und Wärm aus Stroh und Waldrestholz

Forschungszentrum Karlsruhe, 2007 Download PDF (3 MB)


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