Nationale Förderung

Bioökonomie International
bis zum 27. März 2014

ERA NET Industrielle Biotechnogologie-2
bis zum 31. März 2014

SUSFOOD
bis zum 1. April 2014

Infect-ERA
bis zum 2. April 2014

Methoden der Personalisierten Medizin
bis zum 30. Juni 2014

Integrative Datensemantik in der Systemmedizin
bis zum 18. September 2014

e:Bio - Innovationswettbewerb Systembiologie"
(Module II & III)
bis zum 31. Oktober 2014

FACCE-Era-Net+ (Climate Smart Agriculture):
Frist vgl. Website 

Era-Net ANIHWA (Animal Health and Welfare):
Anträge jederzeit möglich

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Das BMBF stellt von den Bundesministerien die meisten Mittel für Wissenschaft, Forschung und Entwicklung bereit, im Jahr 2012 waren es insgesamt rund 10,5 Mrd. Euro. Zum einen stellt der Bund zusammen mit den Ländern die Grundfinanzierung der großen deutschen Forschungsorganisationen sicher, zu denen die Max-Planck-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft, die Leibniz-Gemeinschaft und die Fraunhofer-Gesellschaft gehören. Zum anderen haben das BMBF und andere Ministerien zu wirtschaftlich und gesellschaftlichen relevanten Themen gezielte Forschungsförderprogramme aufgelegt, darunter auch für die Biotechnologie. Die Förderprogramme haben in der Regel eine Laufzeit von mehreren Jahren und geben den strategischen Rahmen für eine Vielzahl konkreter Förderbekanntmachungen, mit denen Antragsteller zur Einreichung von Projektvorschlägen aufgerufen werden. In den Förderbekanntmachungen ist jeweils konkret festgelegt, wer zur Antragstellung berechtigt ist, was Ziel und Gegenstand der Förderung ist und wie das Antragsverfahren abläuft. Gefördert werden zumeist anwendungsorientierte Forschungsvorhaben mit Partnern aus Forschungseinrichtungen und Unternehmen, wobei Unternehmen in der Regel 50% ihrer Projektkosten selbst tragen müssen. Manchmal werden auch Netzwerkmanagement und andere strukturbildende Maßnahmen unterstützt.

Auf den Internetseiten des BMBF kann man sich über seine Förderprogramme und die jeweils aktuellen Förderbekanntmachungen informieren sowie den Förderkatalog mit allen geförderten Projekten abrufen.

FuE-Ausgaben des BMBF für die Projektförderung in der Biotechnologie

Jahr

2009

2010

2011

2012 (SOLL)

FuE-Ausgaben in Mio. €

348,7374,5373,6285,7

Quelle: BMBF Datenportal

Die Biotechnologie gehört zu einer der Schlüsseltechnologien der Hightech-Strategie, die von der Bundesregierung 2006 beschlossen wurde und seit 2010 unter dem Titel „Hightech-Strategie 2020“ fortgeführt wird. Die Bundesregierung verfolgt dabei das Ziel, den Biotechnologie-Standort Deutschland europaweit nicht nur hinsichtlich der Zahl der Unternehmen, sondern auch der Umsatz- und Beschäftigtenzahlen an die Spitze zu führen. Um die Forschung für eine nachhaltige, bio-basierte Wirtschaft voranzutreiben, hat die Bundesregierung eine „Nationale Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030“ auf den Weg gebracht. Wie die Biotechnologie beim Thema Gesundheit zur Entwicklung neuer Behandlungsstrategien von Volkskrankheiten beitragen kann, ist im „Rahmenprogramm Gesundheitsforschung“ der Bundesregierung gefasst. Die Fördermaßnahmen der beiden Programme richten sich dabei an den Gliedern der Innovationskette aus.

Die Förderangebote des BMBF zur Biotechnologie lassen sich vier großen Themenfeldern zuordnen. Auf biotechnologie.de können Sie die jeweiligen Förderinitiativen in dem Förderwegweiser weiter erkunden:

  

Die Projektträger, die bei Forschungseinrichtungen und anderen Organisationen angesiedelt sind, unterstützen das BMBF sowie andere Bundes- und Länderministerien bei der Förderung von Forschungsprojekten. Zu den Aufgaben der Projektträger gehören die administrative und fachliche Betreuung geförderter Projekte sowie die Beratung von Antragstellern. Als Erstanlaufstelle steht Interessenten darüber hinaus die Förderberatung zur Verfügung, die über alle Förderangebote des BMBF und anderer Fördermittelgeber berät. Für die Betreuung der jeweiligen Themengebiete hat das BMBF folgende Projektträger beauftragt:

Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)

Das BMELV zusammen mit drei weiteren Bundesministerien an der „Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030“ beteiligt, in der die  Biotechnologie eine wichtige Rolle spielt. Im Rahmen des "Aktionsplans der Bundesregierung für die stoffliche Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen" hat das BMELV 2012 zusammen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die „Roadmap Bioraffinerien“ vorgelegt.

Das BMELV fördert die Biotechnologie insbesondere im Rahmen des Förderprogramms „Nachwachsende Rohstoffe“. Für Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsvorhaben zu nachwachsenden Rohstoffen sowie deren Markteinführung stehen jährlich rund 50 Millionen Euro zur Verfügung. Die Forschungsförderung bei Nachwachsenden Rohstoffen zielt in erster Linie auf den Aufbau von Produktlinien von der Erzeugung bis zur Verwendung nachwachsender Rohstoffe und die Erschließung weiterer Verwendungsmöglichkeiten nachwachsender Rohstoffe im Nichtnahrungsmittelsektor. Die Fördermittel des BMELV fließen in produktions- und verwendungsorientierte, anwendungsbezogene Projekte. Allein für Projekte in der industriellen Biotechnologie wurden 2011 10,3 Millionen Euro ausgegeben. Zudem gibt es eine Initiative zur „Förderung wissenschaftlicher Nachwuchsgruppen“, von denen einige einen Schwerpunkt in der weißen Biotechnologie zugeordnet werden können. Projektträger ist die Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe (FNR).

Im 6. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung mit dem Titel "Forschung für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieforschung" ist das BMELV zuständig für die Projektförderung im Bereich Bioenergie. Dazu zählt die Brennstoffbereitstellung, Nutzungstechniken für Bioenergieträger, die Systematische Evaluierung ökologischer Fragen und Durchführung ökologischer Begleituntersuchungen und der Anbau und die Ernte spezieller Energiepflanzen.

Im Rahmen des Förderschwerpunkts Energie- und Klimafonds (EKF) zielt auf Modellregionen für eine beschleunigte Energiewende im ländlichen Raum, Züchtung zur Anpassung von Energiepflanzen an den Klimawandel, intelligente Lösungen zur kombinierten Nutzung von Bioenergie und anderen erneuerbaren Energien, Effizienzsteigerung für dezentrale Bioenergie-Nutzungskonzepte, die Entwicklung von Konversionsrouten zur Bereitstellung von Energieträgern aus nachwachsenden Rohstoffen mittels Algen sowie Biokraftstoffe.

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)

Das BMWi hat sich zur Aufgabe gesetzt, die Forschungsaktivitäten von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) aller Branchen zu unterstützten. Dafür stehen die drei Förderlinien „Innovation“, „Forschungskooperation“ und „Technologische Beratung“ zur Verfügung.

Mit der Förderlinie „Innovation“ werden jungen Technologieunternehmen Finanzierungsmöglichkeiten für die Entwicklung und Markteinführung von neuen Produkten, Verfahren und Dienstleistungen geboten. Dabei greift der ERP-Startfonds jungen Unternehmen in ihrer Gründungsphase finanziell unter die Arme. Aus dem EIF/ERP-Dachfonds des Europäischen Investitionsfonds stehen Mittel für neu aufgelegte Venture Capital-Fonds zur Verfügung. Das Angebot erstreckt sich auf alle Phasen des Innovationsprozesses. Mit dem ERP-Innovationsprogramm werden Innovationsvorhaben von Unternehmen mithilfe langfristiger zinsgünstiger Darlehen unterstützt. Kleinere und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und externe Industrieforschungseinrichtungen mit Sitz in benachteiligten Regionen wird beim Programm „Innovative Wachstumsträger INNO-WATT“ geholfen.

Die Förderlinie „Forschungskooperation“ soll den Austausch von Unternehmen und Forschungseinrichtungen verstärken. Im Rahmen des Förderprogramms „PRO INNO II“ werden Kooperationen zwischen KMU und Forschungseinrichtungen gefördert, die sich damit einen Technologiesprung oder eine neue Kooperationsstufe erschließen wollen. Das Programm „INNONET“ unterstützt Forschungsprojekte von mindestens zwei Forschungseinrichtungen mit mindestens vier KMUs, das im Jahr 2006 die neunte Ausschreibungsrunde initiiert hat. Zur Bildung regionaler Netzwerke zwischen KMUs und wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen, die jeweils in den neuen Bundesländern angesiedelt sind, soll das Programm „Netzwerkmanagement-Ost NEMO“ führen.

Die Förderlinie „Technologische Beratung“ soll dazubeitragen, die Kompetenz des Mittelstandes bei der Nutzung modernster Techniken zu erhöhen. Hierzu werden überbetriebliche Berufsbildungs- und Technologietransferzentren aufgebaut und Beratungsinitiativen unterstützt.

Neben diesen drei Förderlinien hat das BMWi im August 2005 zusammen mit Partnern aus der Industrie und der KfW-Bankengruppe den High-Tech Gründerfonds (HTGF) initiiert. Er soll forschungsbasierte Gründungen mit Beteilungskapital in den ersten ein bis zwei Jahren ihrer Existenz unterstützen. Für eine finanzielle Unterstützung können sich auch junge Biotechnologie-Unternehmen bewerben.

Desweiteren wendet sich das BMWi mit einer  Reihe von Existenzgründerprogrammen an junge Unternehmer, die eine eigene Firma gründen wollen und dafür Unterstützung brauchen. So investiert das Ministerium  in das Förderprogramm "Existenzgründungen aus der Wissenschaft" (EXIST).

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Die DFG ist die zentrale Selbstverwaltungseinrichtung der Wissenschaft zur Förderung der Forschung an Hochschulen und öffentlich finanzierten Forschungsinstitutionen in Deutschland. Die DFG unterstützt Forschungsvorhaben und fördert die Zusammenarbeit unter den Forschern. Die DFG beschränkt sich auf kein Wissenschaftsgebiet. Wissenschaftliche Exzellenz, Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, Interdisziplinarität und Internationalität gehören zu den Eckpunkten der Förderung. Es werden Einzelvorhaben und Forschungskooperationen unterstützt, herausragende Forschungsleistungen ausgezeichnet sowie  der Aufbau einer wissenschaftlichen Infrastruktur und Kontakten gefördert.

Stiftungen zur Förderung der Wissenschaft

In Deutschland gibt es eine ganze Reihe unterschiedlicher Stiftungen, die biowissenschaftliche Forschungsprojekte oder auch einzelne Wissenschaftler unterstützen. Dazu gehören sowohl private auch auch industrienahe Stiftungen. 

Alexander von Humboldt-Stiftung

Die Alexander von Humboldt-Stiftung ist eine gemeinnützige Stiftung zur Förderung der internationalen Forschungskooperation. Sie wurde von der Bundesrepublik Deutschland errichtet und ermöglicht hoch qualifizierten ausländischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern langfristige Forschungsaufenthalte in Deutschland. Des weiteren unterstützt sie etwa über die Feodor Lynen-Forschungsstipendien langfristige Forschungsaufenthalte im Ausland für hochqualifizierte promovierte deutsche Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Welche konkreten Fördermöglichkeiten es gibt, und welche Wissenschaftspreise vergeben werden, sind im Netz übersichtlich dargestellt.

Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI)

Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) ist eine gemeinnützige Organisation, die 1995 gegründet wurde. Auf der Basis von Spendengeldern stellt sie seit 1996  Wissenschaftlern an öffentlichen Institutionen Fördergelder für Arbeiten auf den Gebieten der Ursachen-, Diagnose- und klinischische Forschung der Alzheimer-Krankheit zur Verfügung. Dabei werden sowohl junge, talentierte Forscher ebenso wie erfahrene Wissenschaftler unterstützt. Seit 1996 hat die AFI auf diese Weise bereits 54 Alzheimer-Projekte mit insgesamt 2,8 Millionen Euro gefördert.

Nachwuchsforscher, die sich im zweiten Jahr nach der Promotion befinden, können in diesem Jahr erstmals bis zu 40.000 Euro für ein zweijähriges "Pilot-Projekt" beantragen. Für Standardprojekte werden Fördermittel von bis zu 80.000 Euro für zwei Jahre bereit gestellt.

Bei der Entscheidung über förderungswürdige Projekte wird unter anderen beurteilt, inwieweit die vorgestellten Arbeiten neue Erkenntnisse erwarten lassen. Die Bewerbungen werden von internationalen Experten geprüft. Anhand der Gutachten entscheidet ein europäisch besetzter wissenschaftlicher Beirat unter Leiter von Prof. Dr. med. Konrad Maurer von der Universitätsklinik Frankfurt über die Vergabe der Fördergelder.

Die Anträge müssen in Englisch verfasst sein. Die Bewerbungsfrist für dieses Jahr endet am 10. April. Die Bekanntgabe der geförderten Projekte findet im November statt.

Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Die DBU ist eine der größten Stiftungen in Europa. Sie fördert innovative beispielhafte Projekte zum Umweltschutz. Seit der Gründung im Jahr 1991 hat sie weit über 5000 Projekte mit über einer Milliarde Euro Fördervolumen unterstützt. Sie fördert Projekte aus den Bereichen Umwelttechnik, Umweltforschung/Naturschutz und Umweltkommunikation.

Deutsch - Israelische Stiftung für Wissenschaftliche Forschung und Entwicklung (GIF)

Die GIF unterstützt die wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit der Staaten Deutschland und Israel. Sie fördert Projekte aller Fachrichtungen sowohl im Bereich der Grundlagen- als auch der anwendungsbezogenen Forschung, die von deutschen und israelischen Wissenschaftlern gemeinsam durchgeführt werden und die in gegenseitigem Interesse sowohl der Bundesrepublik Deutschlands als auch des Staates Israel sind.

Antragsberechtigt sind alle Hochschulen, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen, die Mitglied der deutschen Hochschulrektorenkonferenz (HRK) sind sowie entsprechend vergleichbare Institutionen in Israel.

Forschungsprojekte können für eine Gesamtlaufzeit von bis zu 3 Jahren mit insgesamt 225.000,- Euro gefördert werden. Sind bei dem Projekt 3 Forschergruppen aus unterschiedlichen Einrichtungen beteiligt, kann die Förderung bis zu 300.000,- Euro betragen.

In besonderen Ausnahmefällen, bei Projekten mit industrieller Beteiligung oder bei multidisziplinären Projekten, an denen 5 bis 6 Forschergruppen aus verschiedenen Fachrichtungen arbeiten, können bis zu 600.000,- Euro bereitgestellt werden.

Spezielle Förderprogramme existieren für Nachwuchswissenschaftler, interdisziplinäre Vorhaben und angewandte Forschung.

Deutsch-Amerikanisches Fulbright-Programm

Das Deutsch-Amerikanische Fulbright-Programm dient der Förderung von gegenseitigem Verständnis zwischen den USA und Deutschland durch akademischen und kulturellen Austausch.

Das besondere Merkmal des Deutsch-Amerikanischen Fulbright-Programms ist der Studentenaustausch. Dieses Kernprogramm wird ergänzt durch Jahresstipendien für Professoren, Lehrer und Fremdsprachenassistenten sowie durch Fortbildungsseminare für Hochschuladministratoren und Landeskundler. Auf der Internetseite gibt es sämtliche Informationen zu den einzelen Fördermöglichkeiten.

Fritz Thyssen Stiftung

Die Fritz Thyssen Stiftung wurde 1959 von Amélie Thyssen und ihrer Tochter Anita Gräfin Zichy-Thyssen im Gedenken an August und Fritz Thyssen errichtet und ist eine wissenschaftsfördernde private Stiftung.
Ausschließlicher Zweck der Stiftung ist die unmittelbare Förderung der Wissenschaft an wissenschaftlichen Hochschulen und Forschungsstätten, vornehmlich in Deutschland. Sie berücksichtigt dabei vor allem den wissenschaftlichen Nachwuchs.

Im Förderbereich Medizin und Naturwissenschaftten konzentriert sich die Fritz Thyssen Stiftung derzeit auf den Schwerpunkt "Molekulare Pathogenese und Modelle der Krankheitsentstehung". Es werden in diesem Programm molekularbiologische Untersuchungen über solche Krankheiten unterstützt, deren Entstehung entscheidend auf Gendefekten beruht oder bei denen Gene zur Entstehung komplexer Krankheiten beitragen. Bevorzugt unterstützt werden jüngere Wissenschaftler mit einschlägigen Erfahrungen auf dem Gebiet des Forschungsschwerpunktes.

Auf den Internetseiten werden die genauen formalen Kriterien eines Förderantrages ausführlich erklärt.

Klaus Tschira Stiftung (KTS)

Die KTS ist eine gemeinnützige GmbH und wurde 1995 vom Physiker Klaus Tschira gegründet, einem der Gründer des Software-Unternehmens SAP AG in Walldorf.  Sie soll die Forschung in der Informatik, den Naturwissenschaften und der Mathematik sowie das Verständnis der Öffentlichkeit für diese Fächer fördern. Sie unterstützt vor allem Forschungsvorhaben der angewandten Informatik, der Naturwissenschaften und der Mathematik, aber auch Schülerprojekte in diesen Bereichen sowie die Lehre an staatlichen und privaten Hochschulen. Des weiteren setzt sie sich für einzelne Projekte der Denkmalpflege  und der Künste ein. Sitz der Stiftung ist die Villa Bosch in Heidelberg, der ehemalige Wohnsitz des Chemie Nobelpreis-trägers Carl Bosch (1874–1940).

Die Stiftung unterstützt hauptsächlich von ihr selbst initiierte Vorhaben. Hierzu vergibt sie Forschungsaufträge unter anderem an das European Media Laboratory (EML), das Klaus Tschira 1997 gegründet hat. Ziel dieses Instituts für angewandte Informatik ist es, neue informationsverarbeitende Systeme zu entwickeln, bei denen der Nutzer die Technik nicht mehr als Hindernis wahrnehmen soll. Ein Teil der Forschung beschäftigt sich dort unter anderem mit Bioinformatik und der Unterstützung molekular-biologischer und medizinischer Forschung durch Informationstechnik

Darüber hinaus nimmt die KTS Anträge auf Projektförderung entgegen, sofern die Vorhaben den Förderschwerpunkten der Stiftung entsprechen. Wer sich um eine Förderung bei der Stiftung bemüht, braucht dafür einen deutschen Projektpartnern. Die Dauer einzelner Forschungsprojekte sollte einen Zeitraum von drei Jahren nicht überschreiten. Forschungsvorhaben, die im Regelverfahren der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert werden, können leider nicht berücksichtigt werden. Anfragen und Förderanträge können formlos schriftlich an die Stiftung gerichtet werden. Ein Antrag soll der KTS ein möglichst detailliertes Bild von den Zielen des Vorhabens und dessen geplanter Durchführung vermitteln sowie einen präzisen Zeit- und Kostenplan enthalten. Fördermittel können in der Regel nur an wissenschaftliche Einrichtungen vergeben werden, nicht an Einzelpersonen. Stipendien werden nur im Rahmen der bestehenden Stipendienprogramme vergeben.

MTZ®stiftung

Die MTZ®stiftung (Monika und Thomas Zimmermann) fördert die Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der medizinisch orientierten Zell- und Genforschung von Nachwuchswissenschaftlern/innen der Spitzenklasse in ihrer interdisziplinären Arbeitsweise, d.h. einer bewussten Verknüpfung des klassischen wissenschaftlichen Forschungsansatzes mit der noch jungen Wissenschaft der Systembiologie. Hierbei arbeitet die Stiftung eng mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zusammen. Gerade auch im Hinblick auf die Erhaltung der Lebensqualität einer immer älter werdenden Gesellschaft spielen aber auch Fragestellungen der Bioethik für die Stiftung eine bedeutende Rolle. Die Stiftung vergibt mehrere Auszeichnungen:

MTZ®award: Wird jährlich an einen herausragenden Nachwuchsforscher/innen der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität, des Forschungszentrums Jülich, des Deutschen Diabetes Zentrums sowie des Instituts für umweltmedizinische Forschung der Heinrich-Heine-Universität verliehen. Ist mit 2.500 bis 5.000 Euro dotiert. 

MTZ-MPI-Award: Wird jährlich an das Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin Münster vergeben. Gefördert werden können Doktorand/innen und Post-Doktorand/innen bis zu 2 Jahre nach der Verteidigung ihrer Doktorarbeit, die auf der Basis ihrer Ergebnisse am MPI eine herausragende wissenschaftliche Leistungen in Form einer Publikation vorweisen können. Ist mit 2.000 Euro dotiert. Kandidaten werden von einem Kuratorium vorgeschlagen.

MTZ®Award for Medical Systems Biology: Ist der Nationale Nachwuchs-Förderpreis für herausragende Dissertationsarbeiten junger Nachwuchswissenschaftler/-innen auf dem Gebiet der medizinisch orientierten Systembiologie, den die MTZstiftung in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Projektträger Jülich (PtJ) auslobt und alle zwei Jahre auf einer internationalen Konferenz vergibt, voraussichtlich auf der Conference on Systems Biology of Mammalian Cells (SBMC). Ausgezeichnet werden die besten drei Dissertationen. Die endgültige Platzierung erfolgt nach einem Talk der drei Preisträger/innen während der Fachkonferenz, wo sie ihren Forschungsansatz dem breiten internationalen Fachpublikum präsentieren. Berücksichtigt werden ausschließlich Promotionsarbeiten, die im Rahmen von Fördermaßnahmen des BMBF auf dem Gebiet der Systembiologie entstanden sind. Ist mit bis zu 5.000 Euro dotiert.

MTZ®BIOQUANT-Award for Systems Biology:  wird jährlich an herausragende junge Postdoktoranden/innen im Forschungsnetzwerk BIOQUANT an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg für eine herausragende Heidelberger wissenschaftliche Publikation vergeben. Mit diesem Preis soll - dem systembiologischen Forschungsansatz entsprechend - die Erarbeitung hoch entwickelter computergestützter Modelle geehrt werden, in denen komplexe, miteinander vernetzte biologische Phänomene enträtselt und das Geschehen in Zellen, Geweben und Organismen realitätsnah modelliert werden. Ist mit bis zu 5.000 Euro dotiert.

MTZ®Förderpreis der Bioethik: Wird jährlich für eine herausragende wissenschaftliche Arbeit oder Dissertation auf dem Gebiet der Bioethik an der Universität Freiburg vergeben. Ist mit bis zu 5.000 Euro dotiert.

MTZ®BIOPRO-Schülerpreis: Wird gemeinsam mit der BIOPRO Baden-Württemberg an den/die beste/n Abiturienten/Abiturientin im Fach Biotechnologie pro Biotechnologie-Gymnasium in Baden-Württemberg verliehen. Der Preis besteht aus einem Buch.

Robert-Bosch-Stiftung

Die Robert-Bosch-Stiftung wurde 1964 mit dem Ziel gegründet, die gemeinnützigen und sozialen Bestrebungen des Philantropen und Unternehmers Robert Bosch (1861-1942) zu verwirklichen. Sie ist eine der unternehmensverbundenen Stiftungen in Deutschland und ist sowohl fördernd als auch operativ tätig.

Neben vielen anderen Themenbereichen wird auch Wissenschaft und Forschung gefördert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei in der Nachwuchsförderung. Die Stiftung setzt sich beispielsweise dafür ein,  Jugend und Technik zusammenzubringen. In diesem Rahmen werden beispielsweise Forschungseinrichtungen mit dem NaT-Working-Preis unterstützt, die mit Schulen zusammenarbeiten. Bis Ende Januar können Bewerbungen eingereicht werden, die Preisverleihung findet im September statt.

Im Rahmen des Programms Agrar- und Forstwissenschaften können sich angehende Doktoranden um Stipendien bewerben. Ziel ist eine nachhaltige Entwicklung der Land- und Forstwirtschaft in Ost- und Mitteleuropa sowie in den tropischen und subtropischen Regionen. Derzeit ist allerdings nur eine Bewerbung im Rahmen des Internationalen Doktorandenprogramms des Zentrums für Entwicklungsforschung (ZEF) möglich. Informationen sind direkt beim ZEF zu erfragen.

Peter und Traudl Engelhorn Stiftung

Die Peter und Traudl Engelhorn Stiftung hat sich die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Biotechnologie und Gentechnik (Lebenswissenschaften) zum Ziel gesetzt. Sie ist eine Stiftung bayerischen Rechts. Sie fördert Forschungsvorhaben für besonders ausgewiesene Nachwuchswissenschaftler. Dies geschieht vorzugsweise in Form von zweijährigen Stipendien für Postdocs. Darüber hinaus wird alle zwei Jahre ein mit 10.000 Euro dotierter Forschungspreis ausgeschrieben.

Stiftung Industrieforschung

Die "Stiftung zur Förderung der Forschung für die gewerbliche Wirtschaft“ wurde 1974 errichtet. Seit 1988 trägt sie den Kurznamen "Stiftung Industrieforschung". Anlaß ihrer Entstehung war die Fusion der Deutschen Industriebank mit der Industriekreditbank: Hier war zwischen den beteiligten Banken und der Bundesregierung vereinbart worden, das Vermögen der Deutschen Industriebank einer Stiftung zu übertragen, die ausschließlich der Förderung der gewerblichen Wirtschaft dienen sollte. Ein 1974 verabschiedetes Bundesgesetz schrieb diese Vereinbarung fest.

Die Stiftung Industrieforschung will durch praxisnahe Projekte, Stipendien, Veranstaltungen und Preise die Zusammenarbeit zwischen der Wissenschaft und der mittelständischen Industrie vertiefen. Die Ergebnisse der wissenschaftlich fundierten Vorhaben sollen einer größeren Anzahl kleiner oder mittelgroßer Unternehmen zugute kommen. Für Wissenschaftler gibt es jedes Jahr mehrere Förderprogramme. Herausragende wissenschaftliche Arbeiten werden mit Preisen ausgezeichnet.

Die Stiftung Industrieforschung hält derzeit rund 11 % des Aktienkapitals der IKB Deutsche Industriebank. Die Fördermittel stammen aus der Dividende. 

Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft

Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft betreut und berät Stiftungen in Deutschland. Eine Vielfalt an Forschungsaktivitäten und Initiativen werden vom Stiftungszentrum unter dem Dach des Stifterverbandes betreut und gefördert. Inzwischen sind mehr als 300 Stiftungen dort vereint. Die Internetseiten geben eine schnelle Übersicht über deren vielfältige Aktivitäten, über eine Suchfunktion kann man sich einzelne Stiftungen aufrufen. Neue Stiftungen werden jeweils kurz vorgestellt.

Schering-Stiftung

Die gemeinnützige Schering-Stiftung wurde im Jahr 2002 von der Schering AG eingerichtet. Hauptzweck ist die Förderung von Wissenschaft und Kultur. Damit soll ein Beitrag zum Fortschritt der Wissenschaft und zur Förderung des kulturellen Lebens als Grundlage unserer Gesellschaft geleistet werden.

Jedes Jahr wird der mit 50.000 Euro dotierte Ernst-Schering-Preis für besonders herausragende Leistungen in der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung vergeben. Desweiteren werden mehrere Nachwuchspreise gestiftet, die von Fachgesellschaften vergeben werden. Dazu gehört unter anderem der mit 10.000 Euro dotierte Young Investigator Award für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Molekular- und Zellbiologie.

Die Schering-Stiftung fördert begabte Nachwuchswissenschaftler auch mit Stipendien. Sie werden an Doktoranden vergeben, die Forschungsprojekte an renommierten Instituten der Biologie, Medizin oder Chemie im In- oder Ausland durchführen wollen. Alle Details und Modalitäten für Förderanträge und Förderpreise werden auf der Internetseite der Stiftung ausführlich vorgestellt.

VolkswagenStiftung

Die VolkswagenStiftung ist eine gemeinnützige Stiftung privaten Rechts mit Sitz in Hannover und die größte ihrer Art in Deutschland. Ihr Zweck ist die Förderung von Wissenschaft und Technik in Forschung und Lehre. Die Stiftung ermöglicht Forschungsvorhaben in zukunftsträchtigen Gebieten und hilft wissenschaftlichen Institutionen bei der Verbesserung der strukturellen Voraussetzungen für ihre Arbeit. Besondere Aufmerksamkeit widmet sie dem wissenschaftlichen Nachwuchs sowie der Zusammenarbeit von Forschern über disziplinäre und staatliche Grenzen hinweg. Sie kann Mittel für alle wissenschaftlichen Bereiche vergeben und fördert Geistes- und Gesellschaftswissenschaften ebenso wie die Natur- und Ingenieurwissenschaften und die Medizin.

Die VolkswagenStiftung verfügt zurzeit über ein Kapital von 2,3 Milliarden Euro (Bilanzsumme) und hat in den 43 Jahren ihres Bestehens rund drei Milliarden Euro für nahezu 28.000 Projekte zur Verfügung gestellt. 

Bei der Unterstützung konzentriert sie sich auf bestimmte Förderinitiativen.Ein Überblick über aktuelle  Themengebiete findet sich auf der Internetseite der Stiftung. In begründeten Einzelfällen wird ein Vorhaben auch außerhalb dieser festgelegten Kriterien unterstützt.

Begabtenförderwerke

In Deutschland gibt es verschiedene Einrichtungen, die begabte Wissenschaftler bei ihrer Karriere fördern. Dazu gehören unter anderen politische Stiftungen, aber auch an Konfessionen ausgerichtete Förderwerke.

Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS)

Die Konrad-Adenauer-Stiftung steht der Christlich Demokratischen Union (CDU) nahe. Sie fördert begabte junge Menschen aus dem In- und Ausland, um sie auf die Übernahme von Verantwortung in Politik und Wirtschaft, in Wissenschaft und Medien, im Kultur- und Verbandsbereich vorzubereiten.

Friedrich-Ebert-Stiftung (FES)

Die Friedrich-Ebert-Stiftung steht der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) nahe.  Sie fördert die politische und gesellschaftliche Bildung von Menschen aus allen Lebensbereichen im Geiste von Demokratie und Pluralismus. Sie ermöglicht jungen begabten Menschen den Zugang zu Studium und Forschung.

Heinrich-Böll-Stiftung (HBS)

Die Heinrich-Böll-Stiftung steht der Partei Die Grünen nahe. Sie unterstützt begabte junge Menschen beim Studium und der Promotion, die sich den Werten Demokratie, Gewaltfreiheit, Ökologie und Solidarität verpflichtet fühlen.

Hanns-Seidel-Stiftung (HSS)

Die Hanns-Seidel-Stiftung steht der Christlich Sozialen Union (CSU) nahe. Ihr Ziel ist es, zur Erziehung eines persönlich und wissenschaftlich hochqualifizierten Akademikernachwuchses beizutragen.

Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS)

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung steht der Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS) nahe. Sie fördert junge Intellektuelle mit Studien- und Promotionsstipendien, die sich politisch engagieren und sich unter anderem für soziale Gerechtigkeit einsetzen.

Evangelisches Studienwerk e.V. Haus Villigst

Das Evangelische Studienwerk ist das Begabtenförderungswerk der Evangelischen Kirchen in Deutschland. Es fördert Studierende und Promovierende aller Fachrichtungen an Hochschulen und Fachhochschulen, in Deutschland sowie aus West- und Osteuropa.
Neben dem Stipendium zählt die Individualförderung: Beratung zu Auslandsstudien, Praktika- und Berufsorientierung sowie Bildungsangebote.

Cusanus Werk

Das Cusanus Werk ist eine Einrichtung der katholischen Kirche. Es stellt besonders begabten katholischen Studenten aller Fachrichtungen Stipendien während ihres Studiums und ihrer Promotion zur Verfügung. Es möchte sie in ihrem Verantwortungswillen bestärken und dazu befähigen, Dialoge zwischen Wissenschaft und Glauben, Gesellschaft und Kirche anzustoßen.

Studienstiftung des deutschen Volkes

Die Studienstiftung des deutschen Volkes ist Deutschlands größtes Begabtenförderungswerk, das politisch, konfessionell und weltanschaulich unabhängig ist. Die Studienstiftung fördert hochqualifizierte Studenten und Doktoranden durch verschiedene Aktivitäten. Die offenen Programme der Studienstiftung sind nicht nur Stipendiaten zugänglich.

Stiftung der Deutschen Wirtschaft (SDW)

Die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (SDW) ist eine arbeitgebernahe Stiftung, die mit neuen Ideen und Konzepten die bildungspolitischen Anliegen der deutschen Wirtschaft aufgreift. Das Leitmotiv ist die Förderung unternehmerischen Denkens und Handelns in gesellschaftlicher Verantwortung.

Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) e.V. ist eine gemeinsame Einrichtung der deutschen Hochschulen. Sie fördert die internationalen Beziehungen der deutschen Hochschulen mit dem Ausland durch den Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern sowie durch internationale Programme und Projekte. Der DAAD unterhält ein weltweites Netzwerk von Büros, Dozenten und Alumnivereinigungen und bietet Informationen und Beratung vor Ort, aber auch im Internet.

Förderkatalog

Förderkatalog der Bundesregierung

Sie suchen nach detaillierten Informationen über ein gefördertes Projekt? Der Förderkatalog bietet Ihnen eine umfassende Recherchemöglichkeit, in der sie alle von der Bundesregierung finanzierten Forschungsprojekte finden.

Förderkatalog

Förderberatung

Förderberatung des Bundes

Die Förderberatung "Forschung und Innovation" des Bundes ist die Erstanlaufstelle für alle Fragen zur Forschungs- und Innovationsförderung des Bundes.

www.foerderinfo.bund.de

Förderbeispiele

Laborgeräte (Collage)

Sie wollen wissen, welche Projekte das BMBF in der Biotechnologie unterstützt? In unserer Rubrik 'Förderbeispiele' stellen wir Ihnen Förderinitiativen und Einzelprojekte vor.

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