Ergebnisse der Fachgespräche 2011/12
Im Rahmen des Strategieprozesses "Biotechnologie 2020+" bilden die Fachgespräche die Basis für eine F&E-Roadmap, die die nächsten Schritte auf dem Weg zur nächsten Generation biotechnologischer Verfahren beschreibt. In der zweiten Runde der Fachgespräche von Dezember 2011 bis Februar 2012 beschäftigten sich 64 Experten mit möglichen Anwendungsszenarien und Produktideen. Hierbei haben die Fachleute versucht, wichtige Komponenten zu beschreiben, die für die Funktion und den Aufbau eines Produktes notwendig sind.
Einleitung
Die Fachgespräche im ersten Jahr des Strategieprozesses hatten darauf abgezielt, Basistechnologien einer nächsten Generation biotechnologischer Verfahren zu identifizieren. In den drei Fachgesprächen im Winter 2011 und Frühjahr 2012 rückten nun mögliche Anwendungen ins Blickfeld. Insgesamt 64 Fachexperten trafen sich zu zweitägigen Workshops in Münster, Eisenach und Lüneburg, um Produkte oder Prozesse einer Biotechnologie der Zukunft zu ersinnen und zu entwerfen. Vorgegeben waren lediglich Oberthemen: So ging es um Produktideen für die Herstellung kleiner oder aber großer Mengen biobasierter Produkte sowie um das Recycling von Wertstoffen und den Abbau von Schadstoffen.
In den Fachgesprächen waren diesmal visionäre Ideen gefragt, Produktentwürfe für mögliche Anwendungen künftiger biotechnologischer Verfahren. Sie sollten aber trotzdem auch so konkret und anschaulich sein, dass sie sich in einem Team von Fachleuten gemeinsam entwickeln lassen. Rund zwanzig Experten aus den Bio- und Ingenieurswissenschaften waren zu jedem der Fachgespräche gekommen. Für die Produktideen – die in vorangegangenen Workshops formuliert worden waren – galt es nun für die Teilnehmer, sich in kreativen Entwickler-Teams zusammenzufinden.
Entwicklerteams für Produktideen geformt
Um die Kommunikation zwischen den Akteuren aus den verschiedensten Fachdisziplinen anzukurbeln, half den Produktteams zu Beginn eine Art Expertenbörse. So konnten die Teams Bedarf und Angebot an geeigneten Experten ausloten und passend zusammenstellen. Die visionären Produktideen sollten die Teams nun in ihre wichtigsten funktionellen Komponenten zerlegen. Auf diese Weise wurde es in den Fachgesprächen auch produktübergreifend möglich, häufig genannte Komponenten und Überlappungen zu finden. Die Identifizierung solcher Schlüsselkomponenten ist ein Instrument, mit denen sich Schwerpunktthemen ableiten lassen, um Fördermaßnahmen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) auf den Weg zu bringen.
Produkt-Skizzen und Katalog der Komponenten
Visionäre Produktideen visualisieren, ohne dadurch aber eine mögliche Ausgestaltung in der Zukunft vorwegzunehmen – dieses Ziel haben die „Konstruktionsskizzen“, die die elf Produktideen aus den drei Fachgesprächen veranschaulichen sollen. Sie gelangen über die Untermenüpunkte zu den diskutierten Produktideen aus den jeweiligen Fachgesprächen. Zu jeder Produktidee gibt es eine kurze textliche Erläuterung, zudem sind die einzelnen Komponenten aufgeführt, die die Experten im Verlauf der Fachgespräche als notwendige und relevante Komponenten eines solchen Produkts erarbeitet haben. Natürlich sind es nur grobe Skizzen, die einen ersten Überblick verschaffen sollen. Um dies zu betonen, sind die Abbildungen im Stil von Entwürfen angelegt und die relevanten Komponenten handschriftlich beschriftet. In der Dokumentationsbroschüre zu den Fachgesprächen finden sich die detaillierte Ausarbeitungen der Experten aus den Fachgesprächen – zu den einzelnen Produktideen gibt es hier sozusagen einen Katalog der Einzelkomponenten.
Zur ausführlichen Dokumentationsbroschüre der Fachgespräche (pdf): hier klicken
