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EU beschließt 70 Milliarden Euro für die Forschung

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Horizont 2020 ist eine Förderinitiative der Europäischen Union, die darauf abzielt, die globale wissenschaftliche Wettberwerbsfähigkeit Europas zu sichern. Quelle: europa.eu

21.11.2013  - 

Das EU-Parlament hat am 21. November mit großer Mehrheit das neue Forschungsrahmenprogramm „Horizont 2020“ beschlossen. Es wird für die nächsten sieben Jahre Forschungs- und Technologieprojekte mit rund 70 Milliarden Euro fördern. Davon sollen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, wie sie auch die Biotechnologie-Branche prägen, profitieren. Mit dem neuen Forschungsprogramm sollen bis 2020 nachhaltiges Wachstum und zukunftsfähige Arbeitsplätze in Europa geschaffen werden. Um die Höhe des Budgets hatten die EU-Organe und die Mitgliedstaaten gerungen. Nun muss nur noch der EU-Ministerrat zustimmen, um das Rahmenprogramm in Kraft zu setzen.

Die vom EU-Parlament gebilligte Summe von rund 70 Milliarden Euro bemisst sich an Preisen von 2011. In Preisen von heute beläuft sich das Budget sogar auf knapp 80 Milliarden Euro. „Mit Horizont 2020 setzt die Europäische Union ein kräftiges Zeichen für Forschung und Innovation“, sagt Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung. Für die Bundesregierung sei es wichtig gewesen, dass die guten Erfahrungen, die Deutschland mit der Hightech-Strategie und steigenden Investitionen in Forschung und Innovationen gesammelt hat, auch auf europäischer Ebene eingebracht werden. „Horizont 2020 ist auch ein Signal für steigende Wettbewerbsfähigkeit in ganz Europa in einer schwierigen Zeit. Wissenschaftliche Exzellenz und wirtschaftlicher Erfolg sind unverkennbar zwei Seiten einer Medaille“, so Wanka.

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Stärker am Markt orientiert als Vorgänger

Die politische Priorisierung von Forschung und Innovation sei ein wichtiger Teil der europäischen Integration und ein wichtiges Anliegen Deutschlands in der EU für die Sicherung unserer Zukunftsfähigkeit. Durch die starke Innovations- und Marktorientierung unterscheidet sich das Programm von seinen Vorgängern. Horizon 2020 baut die Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft deutlich aus. Es bietet nicht nur Forschern an Hochschulen und Forschungsorganisationen, sondern insbesondere auch kleinen und mittleren Unternehmen besonders attraktive Chancen. Insgesamt sollen etwa 11,6 Milliarden Euro den KMU zugute kommen.

Effizientere Ressourcennutzung

Zentrale gesellschaftliche Herausforderungen und Zukunftsfragen, die alle Menschen in Europa betreffen, wurden besonders berücksichtigt. Das sind Themen wie beispielsweise gesund leben in einer alternden Gesellschaft, umweltverträgliche und intelligente Mobilität, die effizientere Nutzung von Ressourcen und Rohstoffen sowie Energie- und Sicherheitsfragen. Horizont 2020 betont zudem die Bedeutung von Schlüsseltechnologien – zu denen auch die Biotechnologie zählt – für die Industrie, für die globale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen Europas. Darüber hinaus wird deutlich mehr für Risikofinanzierung insbesondere für KMU zur Verfügung gestellt.

Horizont 2020

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Das neue Forschungsprogramm soll zudem den Wissenschaftsstandort Europa stärken. Dies wird durch einen deutlichen Zuwachs für den Europäischen Forschungsrat (ERC) erreicht, der sich an exzellente Nachwuchswissenschaftler wie auch an etablierte Spitzenforscher richtet. Hinzu wird die Mobilität von Nachwuchskräften in Wissenschaft und Industrie unterstützt, etwa durch „Marie Sklodowska-Curie-Maßnahmen“, gemeinsame Forschungsinfrastrukturen wie Speziallabore sowie die Förderlinie „Künftige und neu entstehende Technologien“.

Damit sich die besten Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft beteiligen, einigten sich alle Verhandlungspartner für Horizont 2020 auf eine Entbürokratisierung der Verfahren: Die  Beteiligungs- und Finanzierungsregeln werden einfacher, Entscheidungen über zu fördernde Projekte sollen binnen acht Monaten entschieden werden und es gibt weniger Berichterstattungspflichten, was auch zu einer Entlastung der Wissenschaft führt.

© biotechnologie.de/pg
 

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