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Rostocker Biotech-Firma setzt erneut auf Crowdfunding

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Weitere Crowdfunding-Runde für die Zellchip-Spezialisten von Neuroproof aus Rostock: Diesmal wollen die Forscher bis zu drei Millionen Euro einsammeln. Quelle: Neuroproof GmbH

03.09.2014  - 

Die Rostocker Biotech-Firma NeuroProof will wachsen – und setzt aus diesem Grund erneut auf viele Kleininvestoren und das sogenannte Crowdfunding als Finanzierungsquelle. Bereits zum zweiten Mal haben die auf Nervenzellchips für Arzneitests spezialisierten Rostocker nun auf der Crowdfunding-Plattform Deutsche Mikroinvest ein Beteiligungsangebot gestartet, das noch bis Ende September aktiv ist. Das Unternehmen plant mit diesem Angebot drei Millionen Euro einzuwerben. Davon soll unter anderen ein neues Labor finanziert werden.

Hightech-Zellchips für Medikamententests: Die NeuroProof GmbH hat eine neue Technologie entwickelt, mit der Medikamente gegen neurologische Krankheiten, wie Alzheimer, Parkinson, Epilepsie und andere, schneller, kostengünstiger und tierversuchsfrei getestet werden können. Die Biotechnologen kultivieren sich untereinander vernetzende Nervenzellen auf einem Computerchip und setzen diese Kulturen unterschiedlichen Substanzen aus. Die Reaktionen der Nervenzellen lassen sich aufzeichnen und interpretieren. So sind Rückschlüsse über die Wirkung bestimmter Medikamente möglich. Diese Vorgehensweise macht nicht nur Tierversuche bei der Forschung nach neuen neuronalen Wirkstoffen und Arzneien überflüssig. Die Ergebnisse sind besser reproduzierbar und sie liefern mehr Informationen als bei herkömmlichen Experimenten. Die Nervenzellen auf dem Chip können unter anderem über Monate betrachtet und auch langfristige Änderungen erfasst werden.

Crowdfunding

Die NeuroProof GmbH-Präsenz auf der Crowdfunding-Plattform Deutsche Mikroinvest: hier klicken

Medikamententests für Pharmaunternehmen

Eine Technik, für die sich Pharmaentwickler interessieren: Die Rostocker haben nach eigenen Angaben Dienstleistungs-Projekte mit mehr als 20 internationalen Unternehmen aus Japan, China, USA und Europa abgeschlossen oder arbeiten daran. Das 18-köpfige Team geht jetzt den nächsten großen Schritt in Richtung Wachstum, und startet eine neue Crowdinvestingrunde. Dabei peilt das Unternehmen eine Summe von bis zu drei Millionen Euro an. Anteilig sollen bis zu 1,2 Millionen Euro in ein neues automatisiertes Labor sowie 0,3 Millionen Euro in den Vertrieb investiert werden.

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Löwenanteil für Forschung und Entwicklung

Bis zu 1,5 Millionen Euro sollen nach den Plänen von Neuroproof in Forschung und Entwicklung investiert werden. Es ist das zweite Mal, das  die Rostocker mittels Crowdfunding Geld einsammeln. Bereits im Herbst 2013 hatten die Neurospezialisten dieses Finanzierungsformat ausprobiert: „Das vorangegangene Crowdinvesting bei der Deutschen Mikroinvest ermöglichte es uns, die neuartige Screeningtechnologie mit Hochleistungsmessstationen umzusetzen. Auf dieser Basis möchten wir jetzt ein neues automatisiertes Screeninglabor aufbauen, um Medikamente gegen neurologische Krankheiten noch schneller und kostengünstiger zu entwickeln“,  sagt NeuroProof-Geschäftsführer Olaf Schröder. Bei der Crowdfunding-Plattform Deutsche Mikroinvest können sich Interessierte in Form eines Nachrangdarlehens am Erfolg des Unternehmens beteiligen. Der minimale Investionsbetrag sind 250 Euro. Bei einer Mindestlaufzeit von fünf Jahren erhalten Investoren einen Basiszins von 8,5 Prozent. Im August startete auch das Radebeuler Biopharma-Unternehmen Riboxx GmbH ein Crowdfunding-Projekt auf der Plattform Seedmatch (mehr...). Mit guter Resonanz: Am 3. September waren bereits 347.000 Euro verzeichnet. Auch bei Seedmatch sind die Privatinvestoren in Form eines partiarischen Nachrangdarlehens beteiligt.

© biotechnologie.de/pg
 

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