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Organobalance übernimmt Regie

Nach dem Rückzug von Lonza wird die Berliner Organobalance GmbH den probiotischen Wirkstoff Pylopass in Eigenregie vertreiben. <ic:message key='Bild vergrößern' />
Nach dem Rückzug von Lonza wird die Berliner Organobalance GmbH den probiotischen Wirkstoff Pylopass in Eigenregie vertreiben. Quelle: Archiv ORGANOBALANCE

22.02.2016  - 

Die Berliner Organobalance GmbH wird den probiotischen Wirkstoff Pylopass künftig selbstständig vertreiben. Grund ist der Rückzug von Lonza, der die Substanz ursprünglich 2011 einlizenziert hatte und im Zuge seiner Neuausrichtung nun zurück gab. Basis von Pylopass ist der Milchsäurebakterien-Stamm Lactobacillus reuteri DSM17648, der gegen das krebserregende Magenbakterium Helicobacter pylori wirkt.

In einer im Fachjournal Probiotics and Antimicrobial Proteins (2015, Bd.7, S.91-100) veröffentlichten Studie, hatte die Berliner Organobalance GmbH nachgewiesen, dass der Milchsäurebakterien-Stamm Lactobacillus reuteri DSM17648 mit großer Spezifität an Helicobacter pylori bindet und mit ihm auf natürlichem Wege aus dem Magen ausgespült wird.  Der Keim wird mit der Entstehung von Magengeschwüren und -krebs in Verbindung gebracht.

Marke erfolgreich etabliert

Der schweizer Konzern Lonza plante ursprünglich, Pylopass als Nahrungsergänzungsmittel zu positionieren. Nun gab das Unternehmen die 2011 erworbene Lizenz zurück. Der Grund: Das Chemie- und Pharmaunternehmen richtet sein Produktportfolio neu aus. Die Berliner Organobalance GmbH setzt nun auf den Vertrieb in Eigenregie. „Wir sind sehr froh, dass wir die von unserem Partner Lonza erfolgreich aufgebaute Marke übernehmen können und werden nun den weltweiten Vertrieb weiterführen“, erläutert Geschäftsführerin Christine Lang.

Alternative zu Antibiotika

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Im Rahmen der Entwicklung von Pylopass hatten die Berliner ursprünglich rund 700 Milchsäurebakterienstämme auf ihre Eignung zur Bekämpfung von Helicobacter hin getestet. „Pylopass hat eine einzigartige Wirkung gegen das krebserregende Magenbakterium Helicobacter pylori“, betont Lang. „Betroffene könnten damit anders als mit der herkömmlichen Gabe von Antibiotika schonender und unter Beachtung der natürlichen Mikroflora behandelt werden.“

Antibiotika schaden guten Bakterien

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung ist Schätzungen zufolge mit dem Keim infiziert, ohne dass das bei allen Betroffenen zu Symptomen, schmerzhaften Entzündungen oder einer Krebserkrankung führt. Die bis heute herkömmliche Therapie besteht aus der Gabe mehrerer Antibiotika. „Unser Ziel ist es, wegzukommen von Antibiotika, weil sie nicht nur die schädlichen Bakterien vernichten, sondern auch die guten“, gab die Organobalance-Chefin bei der Veröffentlichung der Studie die Marschrichtung vor.

© biotechnologie.de/bk
 

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