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14 Millionen Euro Startgeld für neue Evotec-Firma

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Die Hamburger Evotec hat mit Topas Therapeutics eine eigene Firma auf dem Gebiet der Autoimmunerkrankungen gegründet. Quelle: Sebastian Kaulitzki /Fotolia.de

22.03.2016  - 

Nanopartikel spielen in der medizinischen Forschung eine immer größere Rolle, unter anderem als Wirkstofftransporter. Die Hamburger Evotec hat nur ihre vielversprechende Plattformtechnologie zur nanopartikelbasierten Behandlung von immunologischen Erkrankungen in ein eigenes Unternehmen ausgelagert. Die Topas Therapeutics GmbH soll sich künftig auf die Erforschung neuer Medikamente zur Therapie von Autoimmunkrankheiten konzentrieren. Das Startkapital in Höhe von 14 Millionen Euro stammt aus einer Serie A-Finanzierung.

Den Start der Hamburger Topas Therapeutics GmbH finanzieren neben Evotec auch drei externe Wagniskapitalinvestoren. Konsortialführer ist Epidarex Capital. Zu den weiteren Investoren gehören EMBL Ventures und die Investmentgesellschaft Gimv, welche 4 Millionen Euro bereitgestellt hat.

Mit Nanopartikeln gegen Autoimmunerkrankungen

Die Basis der Topas-Technologieplattform ruht auf einer exklusiven Lizenz des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Dort haben Wissenschaftler um den Mediziner Johannes Herkel das nanopartikel-basierte Verfahren entwickelt. Sie konnten, mittels einer Millionenförderung durch das Bundesforschungsministerium zeigen, dass ein Zelltyp in der Leber besonders befähigt ist, regulatorische T-Zellen zu erzeugen. Dabei handelt es sich um die sinusoidalen Endothelzellen (LSECs), welche die Kapillargefäße der Leber von innen auskleiden.

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Darüber hinaus gelang es den Wissenschaftlern, das Können dieser Leberzellen gezielt gegen eine Autoimmunerkrankung außerhalb der Leber einzusetzen. Dazu wurden Autoantigene an Nanopartikel gekoppelt und mittels dieses molekularen Transportvehikels direkt zu den Leberendothelzellen gebracht. Die LSCEs erzeugten daraufhin regulatorische T-Zellen, die – über den Blutkreislauf zurück in den Körper gespült – die Erkrankung spezifisch unterdrücken.

Erste Tests in 2017

Das Projekt ist Bestandteil des Neu2-Konsoritums, zu dem auch Evotec gehört. Dass das Therapieprinzip funktioniert, wiesen die Wissenschaftler in präklinischen Versuchen mit Mäusen nach, die an einer der Multiplen Sklerose ähnlichen Erkrankung litten. Erste Phase I-Tests mit dem Wirkstoff könnten 2017 starten.

© biotechnologie.de/bk
 

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